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Der Trainer blickt zurück auf die letzten Monate (I)

Nach der Dreifachmeisterschaft in der vergangenen Saison mit 1. und 2. Mannschaft (VfL, SG I) und der JFV-A-Jugend, schlagen sich alle unsere Teams, inklusive der 3. Mannschaft (SG II) auch in dieser Saison sehr. Wir blicken mit unserem neuen Cheftrainer Maik Schutzbach, gleichzeitig auch noch Spieler der Landesliga-Elf zurück auf die zurückliegenden Monate, seit er mit seinem Team das Amt von unserem Aufstiegsduo Probst/Röhrer übernommen hat. Hier der erste Teil des ausführlichen Trainerinterviews, Teil zwie folgt nächste Woche!

Wie zufrieden seid ihr im Trainerteam mit dem Saisonverlauf, nachdem Ihr die Mannschaft übernommen habt?

Wir nehmen das Wort „zufrieden“ nicht gerne in den Mund. Sobald Zufriedenheit einkehrt ist das der Beginn von Rückschritt.

Das muss uns allen bewusst sein und wir müssen täglich daran arbeiten uns zu verbessern. Was das angeht, sind wir auf einem guten Weg. Gezeigt hat uns das beispielsweise die Reaktion der gesamten Gruppe nach dem Auswärtsspiel in Rottweil. Obwohl wir über eine Halbzeit in Unterzahl gespielt und zweimal einen Rückstand aufgeholt haben, hat sich keiner wirklich über das Unentschieden gefreut und war entsprechend gewillt es im kommenden Spiel besser zu machen. Bekanntermaßen haben wir dieses Spiel dann mit 7:1 gewonnen.

Und um die Eingangsfrage zu beantworten: Wir konnten mit einem guten Gefühl in die Winterpause gehen, wissen aber alle sehr wohl, dass wir noch deutlich viel Luft nach oben haben.

Das vorrangige Ziel ist natürlich der Klassenerhalt. Traut ihr euch nach der guten Vorrunde schon mehr zu hoffen oder gar zu fordern?

Wir haben den Klassenerhalt ehrlich gesagt nie als oberstes Ziel ausgegeben. Im Trainerteam waren wir uns von Beginn an einig, dass es in erster Linie um eine positive Entwicklung der einzelnen Spieler und der gesamten Mannschaft geht. Als Sportler will man doch ohnehin jedes Spiel gewinnen. Daher bringt es auch nichts irgendwelche Tabellenplätze als Ziele auszugeben. Wenn wir weiter hart an uns arbeiten und uns entwickeln, sind wir überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen werden.

Das einzige was wir von den Spielern fordern, ist, dass sie respektvoll miteinander umgehen und alles der Mannschaft unterordnen. Beispielsweise haben wir ihnen gesagt, dass sie gerne enttäuscht sein dürfen, wenn sie mal nicht zum Einsatz kommen, aber dass sich das nicht auf die Zeit während dem Spiel auswirken darf. Da muss jeder sein Ego hintenanstellen und alles einbringen, damit wir ein gutes Spiel machen können.

Wie ist die Arbeitsaufteilung im Trainerteam?

Eine streng geregelte Aufteilung gibt es da eigentlich nicht. Die beiden unterstützen mich sensationell und ich bin unheimlich froh, dass sie im Trainerteam dabei sind.

Wir sind in permanentem Austausch und sie teilen mir immer wieder ihre Beobachtungen mit. Manchmal ist man so eingefahren, dass man gewisse Dinge vllt. völlig anders sieht oder erst gar nicht wahrnimmt.

Wichtig ist natürlich auch ihre Unterstützung an den Spieltagen vor allem dann, wenn ich selber auf dem Platz stehe. Da kann ich mich voll auf mein Spiel konzentrieren, weil ich weiß, dass sie an der Linie einen super Job machen.

Aber das vielleicht Wichtigste ist, dass beide die erfolgreichste Ära der Vereinsgeschichte aktiv miterlebt und geprägt haben und ihre damals gesammelten Erfahrungen weitergeben. Sie haben in einer Mannschaft gespielt bei der die Kameradschaft über allem stand. Das Leben sie den Spielern vor und sorgen zwischendurch immer wieder auch mal für den nötigen Spaß. Sie haben ein unglaublich gutes Gespür dafür, wann die Mannschaft etwas Auflockerung braucht und wann wieder angezogen werden muss.

Neben den beiden Co-Trainern zähle ich aber auch Toni De Pascalis, Benny Leder und Marcus Weiler zu unserem Trainerteam. Toni leistet hervorragende Arbeit im Training mit unseren Torhütern und Benny und Marcus sorgen vor allem an den Spieltagen dafür, dass alles reibungslos abläuft und sich alle auf das Spiel konzentrieren können. Daher an dieser Stelle auch mal an diese Drei ein großes Dankeschön!

Wie ist eure Philosophie? Wie wollt ihr spielen lassen?

Ich bin kein Fan von Extremen und überzeugt davon, dass die richtige Mischung am Ende stimmen muss. Bedingungsloses Kurzpassspiel oder Offensive bringen genauso wenig, wie permanentes Gebolze und eine rein defensive Grundausrichtung. Grundsätzlich möchten wir gepflegten Fußball spielen, bei dem der Ball in einer Drucksituation aber auch mal „weggebolzt“ werden darf. Wir versuchen die Spieler so auszubilden, dass sie in den jeweiligen Situationen selbstbewusst die richtigen Entscheidungen treffen. In den vergangenen Spielen hat sich außerdem gezeigt, dass die Mannschaft sehr flexibel ist und auch in einem Spiel mehrere Systeme spielen und umsetzen kann. Aber auch das müssen wir noch ausbauen um unsere Gegner immer wieder vor neue Aufgaben stellen zu können. Wichtig ist letztendlich für jedes Spiel einen Plan zu haben, an dem sich alle orientieren können und der uns Sicherheit gibt.

 

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