Der VfL Mühlheim ist Pokalsieger 2015 des Fußballbezirks Schwarzwald. Die Mannschaft von Trainer Helmut Wunderlich besiegte am Donnerstag im Stadion von Rottweil im Endspiel den FSV Zepfenhan verdient mit 4:1 (3:1)-Toren. Für den VfL ist es der erste Pokalerfolg in der nun 101-jährigen Vereinsgeschichte. Spieler und Fans feierten den Triumph nach dem Schlusspfiff.

Die Mühlheimer verdienten sich vor 600 Zuschauern den Sieg, weil sie optisch und spielerisch überlegen waren und die Mehrzahl an Torchancen hatten. Sie waren oftmals physisch und gedanklich schneller und kamen zu vielen Abschlüssen.
Der Bezirksligist hatte schon in der zweiten Minute eine erste gute Offensivaktion, als der pfeilschnelle Max Drössel auf der rechten Seite kurz vor dem Strafraum von Andreas Keller rüde von den Beinen geholt wurde. Schiedsrichter Christian Hafner zückte die gelbe Karte für den FSV-Kapitän.
Danach zeigten die Zepfenhaner, warum sie bis ins Endspiel vorgedrungen sind. Das Angriffsuo Andreas Hess/Matthias Riedlinger bereitete dem Bezirksligisten doch einige Mühe. Hess, den die Mühlheimer nicht in den Griff bekamen, setzte sich in der neunten Minute an der Außenlinie schön durch, doch seine Flanke schoss Riedlinger aus kurzer Entfernung über das Tor. Nur 60 Sekunden später war es wieder Hess, der über halbrechts zum Abschuss kam, aber das Tor verfehlte.
Doch nach einer Viertelstunde übernahmen die Mühlheimer mehr und mehr das Kommando und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht. Die Mannschaft spielte und kombinierte sich nun einige Male in den Strafraum, doch Abschlüsse von Lukas Kalmbach, Florian Kuhn und Sören Lurz (abgefälscht) verfehlten noch ihr Ziel.
In der 23. Minute erlief Drössel einen Steilpass ins Zepfenhaner Abwehrzentrum, umspielte Torhüter Denis Liebermann und schob das Leder zum 1:0 ins Netz. In der 30. Minute wehrte VfL-Keeper Kevin Schmieder einen Freistoß von Riedlinger aus 18 Metern zur ersten FSV-Ecke ab. Den Eckstoß von Riedlinger köpfte Christian Schreijäg aus kurzer Entfernung ungehindert zum 1:1 ins Netz. Doch schon drei Minuten später ging der VfL erneut in Führung. Sören Lurz versetzte einen Gegenspieler und nach seiner präzisen Flanke erzielte Kuhn mit einem Kopfball vom Elfmeterpunkt das 2:1.
Doch die Zepfenhaner, die keineswegs enttäuschten, blieben noch im Spiel. Hess ließ Daniel Dilger stehen, scheiterte aber am herausgeeilten Torhüter Schmieder. Doch in der Abwehr verriet Zepfenhan einige Schwächen. Nach einer Flanke von Lurz waren die Abwehrspieler Christian Ulmschneider und Sven Reiner sowie Torhüter Liebermann uneinig, verließen sie gegenseitig aufeinander. Das nutzte Kai Stelter und erzielte trotz Bedrängnis Sekunden vor dem Halbzeitpfiff das 3:1.
Nach dem Seitenwechsel verflachte das Spiel, die hohen Temperaturen setzten den Akteuren zu. Lebhaft wurde es erst in der Schlussphase. In der 67. Minute lenkte der Mühlheimer Torhüter Schmieder einen Schuss von Riedlinger aus 13 Metern an den Pfosten.
Die Entscheidung fiel in der 76. Minute. Nach einem schön vorgetragenen Angriff über Drössel (Flanke) und Philipp Wolf (Rückpass) scheiterte Stelter noch. Doch den Abpraller legte Wolf dem eingewechselten Eugen Jahn auf, der von der Strafraumgrenze das 4:1 erzielte. Danach vergaben Hess (76.)und Riedlinger (80.) nochmals eine Resultatsverbesserrung für den FSV. Auf der anderen Seite retteten die Zepfenhaner bei einem Schuss von Drössel auf der Torlinie (88.).
Helmut Wunderlich, Trainer des VfL Mühlheim: „Am Fang haben wir uns etwas schwer getan. Unsere Spieleröffnung war zu langsam. Zepfenhan hat gute Konter gespielt. Das 3:1 kurz vor der Halbzeit war entscheidend. In den zweiten 45 Minuten haben wir das Spiel kontrolliert. Zepfenhan konnte keinen Druck mehr aufbauen und unseren Sieg nich tmehr in Gefahr bringen.“
Quelle: Schwäbissche Zeitung