VfL Mühlheim – SV Seedorf 3:2 (1:0). Nach 97 Minuten war es geschafft: Der VfL Mühlheim besiegte verdient Aufsteiger Seedorf. Die Gastgeber waren auf dem kleinen Winterrasenplatz in einem guten und schnellen Landesliga-Spiel die bessere Mannschaft. Nach dem 2:3-Anschlusstreffer der Gäste stand der Sieg bei einer siebenminütigen Nachspielzeit auf wackligen Füßen. Nach dem Anschlusstreffer hatte die VfL-Abwehr Mühe, dass die drei Zähler auf dem Ettenberg blieben.
Nach dem Elfermetertreffer zum 3:2 kam es an der Außenlinie, in Höhe des Mühlheimer Tores, bei einem Luftzweikampf zwischen dem VfL-Spielertrainer Maik Schutzbach und dem Seedorfer Johannes Wernz, der kurz zuvor eingewechselt worden war, zu einem heftigen Zusammenprall. Während dem Seedorfer wegen einer blutenden Kopfwunde ein Turban verpasst wurde und er weiterspielen konnte, musste der Mühlheimer – er war benommen liegen geblieben – mit dem Krankenwagen in die Klinik gefahren werden. Er wird seiner Mannschaft längere Zeit fehlen.
Einen weiteren, ungewöhnlichen Austausch gab es zum Seitenwechsel im Schiedsrichtergespann aus Neu-Ulm. Die Halbzeitpause verbrachte einer der beiden Assistenten im Mittelkreis sitzend. Er hatte sich während der ersten Spielhälfte eine schmerzhafte Zerrung zugezogen und konnte nicht weitermachen. Unter den zahlreichen Zuschauern wurde anschließend ein Ersatz gesucht. Der Böttinger Schiedsrichter Kai Uwe Villing erklärte sich bereit, den verletzten Assistenten zu ersetzen. Das klappte bestens. So konnte die Partie ohne große Schwierigkeiten zu Ende geführt werden.
Nach dem Schlusspfiff meinte VfL-Kapitän Sebastian Gleich: „Das war ein verdienter, aber teurer Sieg für uns. Wir haben das abgeliefert, was wir uns vorgenommen haben. Die Liste der Verletzten darf jetzt nicht noch länger werden.“
VfL Mühlheim: Robin Staiger, Sören Lurz, Max Drössel (84. David Schmid), Sebastian Gleich, Maik Schutzbach (90.+3 Jannik Mauch), Andreas Komforth, Jonas Kirchner (78. Robin Schad), Marc Bippus (72. Jan Kupferschmid), Leon Waizenegger, Maximilian Bell, Marcel Schilling. – Schiedsrichter: Anes Ramic (Lehr/Ulm Neu-Ulm). – Tore: 1:0 (34.) Jonas Kirchner, 2:0 (48./Foulelfmeter) Sebastian Gleich, 3:0 (61.) Max Drössel, 3:1 (84.) Jonas Haag, 3:2 (88./Foulelfmeter) Julian Link. – Gelbe Karten: 5/1. – Zuschauer: 255.
Quelle: Gränzbote